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Dauerbewilligung für Krankentransporte


Ab sofort erteilt die Burgenländische Gebietskrankenkasse Dauerbewilligungen für Patienten in der Pflegestufe 5 bis 7 für medizinisch notwendige Krankentransporte in die nächstgelegene geeignete Untersuchungs- bzw. Behandlungseinrichtung.

 

Für alle Krankentransporte, mit Ausnahme von Blaulichttransporten und Serientransporten (zur Dialyse, Strahlen- oder Chemotherapie), besteht eine Vorbewilligungspflicht. Die Kosten werden dann übernommen, wenn gehunfähig erkrankte Versicherte oder Angehörige aufgrund ihres körperlichen oder geistigen Zustandes kein öffentliches Verkehrsmittel - auch nicht mit einer Begleitperson - benutzen können. Die Beurteilung, ob diese Kriterien zutreffen, obliegt dem medizinischen Dienst der BGKK.

 

Die tägliche Praxis hat gezeigt, dass die Anträge von Patienten ab der Pflegestufe 5 im Regelfall zu bewilligen sind und eine Vorbewilligung in dem Einzelfall entbehrlich ist. Aufgrund dieser Erfahrungen wird die Pflicht zur Vorbewilligung für Patienten in den Pflegestufen 5 bis 7 neu geregelt: Einmalig wird vom medizinischen Dienst der Kasse beurteilt, ob die Kriterien für einen Krankentransport erfüllt sind. Bei Zutreffen erhält der betroffene Pflegegeldbezieher eine befristete oder unbefristete Dauerbewilligung für erforderliche Krankentransporte zur nächstgelegenen geeigneten Behandlungsstelle. Diese Dauerbewilligung ist dem Krankentransportunternehmen zur Einsicht vorzulegen. Die übrigen Bestimmungen im Bereich der Krankentransporte, wie beispielsweise der für Transporte vorgesehene Kostenanteil, bleiben unverändert aufrecht.

 

Der Obmann der BGKK Hartwig Roth sieht durch die Neuregelung für alle Beteiligten eine Erleichterung und kündigt an, dass die Kasse zukünftig alle Bereiche auf Vereinfachungen im Leistungsbereich überprüfen wird. Der Präsident des österreichischen Zivilinvalidenverbandes Burgenland (ÖZIV) Hans Jürgen Groß begrüßt die neue Vorgangsweise als ersten Schritt im Abbau bürokratischer Hindernisse insbesondere für Personen mit körperlichen Beeinträchtigungen.


Eisenstadt, 21. Oktober 2014

Zuletzt aktualisiert am 27. Januar 2016