Im Rahmen des Stabilitätspaktes 2012 wurde eine Neuregelung im Bereich der Invaliditäts-, Berufsunfähigkeits- und Erwerbsunfähigkeitspensionen geschaffen. Personen, die am 01.01.2014 das 50. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und einen entsprechenden Antrag auf eine Pensionsleistung stellen, wird bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen anstelle einer befristeten Pension ein Rehabilitationsgeld gewährt. 

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Voraussetzungen

Die Feststellung eines Anspruches auf Rehabilitationsgeld erfolgt durch den zuständigen Pensionsversicherungsträger. Es muss eine mindestens 6-monatige Invalidität bzw. Berufsunfähigkeit vorliegen, zudem dürfen berufliche Rehabilitationsmaßnahmen nicht zumutbar oder nicht zweckmäßig sein.


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Höhe

Die Berechnung des Rehabilitationsgeldes erfolgt durch den Krankenversicherungsträger, die Höhe leitet sich im Wesentlichen aus der Bemessungsgrundlage der letzten Beschäftigung ab. Analog der Krankengeldberechnung erfolgt auch hier eine Erhöhung der Bemessungsgrundlage ab dem 43. Tag einer bestehenden Arbeitsunfähigkeit. Zudem ist beim Rehabilitationsgeld ein Mindestbetrag in Höhe des Ausgleichszulagenrichtsatzes für Alleinstehende (EUR 882,78) vorgesehen.

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Teilrehabilitationsgeld

Wenn neben dem Bezug des Rehabilitationsgeldes ein Erwerbseinkommen über der Geringfügigkeitsgrenze erzielt wird, gebührt ein Teilrehabilitationsgeld. Die Berechnung erfolgt durch den Krankenversicherungsträger.


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Ruhen des Anspruches

Während des Bezuges ruht ein eventuell gebührendes Krankengeld in Höhe des Rehabilitationsgeldes.


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Lohnsteuerpflicht

Beträgt das Rehabilitationsgeld mehr als EUR 30,00 täglich, ist die BGKK verpflichtet 36,5% Lohnsteuer einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen.


Die Auszahlung erfolgt alle vier Wochen im Nachhinein.


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Casemanagement

Nach Zuerkennung des Rehabilitationsgeldes, wird die betroffene Person zu einer individuellen Einzelberatung vom Case-ManagerIn eingeladen. In der Einzelberatung werden die erforderlichen medizinischen Maßnahmen erörtert und ein Versorgungsplan erstellt. 

Die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen ist für den/die BezieherIn des Rehabilitationsgeldes verpflichtend. Andernfalls kann das Rehabilitationsgeld vom Pensionsversicherungsträger entzogen werden.



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Zuletzt aktualisiert am 27. Januar 2016