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Ferialarbeiter/Ferialangestellte


Werden Schüler und Studenten in der Ferienzeit wie herkömmliche Arbeitnehmer in persönlicher und wirtschaftlicher Abhängigkeit gegen Entgelt beschäftigt, unterliegen sie als Dienstnehmer der Pflichtversicherung nach § 4 Abs. 2 ASVG.

Die Dienstnehmerstellung kommt insbesondere dadurch zum Ausdruck, dass der Schüler oder Student zur persönlichen Arbeitsleistung verpflichtet ist, Weisungen bezüglich Arbeitszeit, Arbeitsort und sein arbeitsbezogenes Verhalten erhält, einer diesbezüglichen Kontrolle unterliegt sowie organisatorisch in den Betrieb eingegliedert ist.

  • Für derart Beschäftigte gelten die jeweiligen lohngestaltenden (kollektivvertraglichen) Vorschriften.
  • Die Sozialversicherungsbeiträge sind zumindest vom gebührenden Entgelt (auch von Sonderzahlungen) zu entrichten.
  • Die Beitragsabrechnung erfolgt in der  Beitragsgruppe A1 für Arbeiter oder D1 für Angestellte. Liegt der Arbeitsverdienst unter der Geringfügigkeitsgrenze (2016: EUR 415,72), ist die Beitragsgruppe N14 für Arbeiter oder N24 für Angestellte anzuwenden.
  • Wenn die Beschäftigung länger als einen Monat dauert, sind vom Dienstgeber Beiträge zur Betrieblichen Vorsorge (BV) zu entrichten.


Weitere Details zu den Dienstnehmermerkmalen können Sie über den entsprechenden Link abrufen.

Ferialarbeiter und Ferialangestellte sind auf den Meldungen als solche zu kennzeichnen und innerhalb der Meldefristen beim zuständigen Krankenversicherungsträger zu melden. 

Zuletzt aktualisiert am 26. Januar 2016