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Meldefristen


Die Einhaltung der Meldefristen ist für das reibungslose Funktionieren der Sozialversicherung von wesentlicher Bedeutung. Alle Meldungen sind mittels elektronischer Datenfernübertragung (DFÜ) in den vom Hauptverband festgelegten einheitlichen Datensätzen unverzüglich an den Krankenversicherungsträger zu übermitteln.

Nur so kann gewährleistet werden, dass die Versicherten die von ihnen benötigten Leistungen schnellstmöglich in Anspruch nehmen können.

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Anmeldung vor Arbeitsantritt

Seit 2008 ist jede Person, die auf Grund ihrer Tätigkeit dem ASVG unterliegt, vom Dienstgeber bereits vor Arbeitsantritt zur Sozialversicherung anzumelden. Also auch geringfügig Beschäftigte, freie Dienstnehmer und Lehrlinge. Die verkürzte Meldefrist gilt bundesweit sowohl für sämtliche Branchen als auch für alle Dienstgeber und sons­tige meldepflichtige Stellen.

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Abmeldung


Die Abmeldung ist binnen sieben Tagen nach dem Ende der Pflichtversicherung vorzunehmen.

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Fallweise Beschäftigte: An- und Abmeldung


Jede Person, die auf Grund ihrer Tätigkeit dem ASVG unterliegt, vom Dienstgeber bereits vor Arbeitsantritt zur Sozialversicherung anzumelden. Diese Regelung gilt auch für fallweise Beschäftigte. Sie sind daher vor ihrem jeweiligen Arbeitsantritt zur Versicherung zu melden.

Eine Mindestangaben-Anmeldung ist für jeden einzelnen Beschäftigungstag zu erstatten. Die Vollmeldung ist wie bisher innerhalb von 7 Tagen nach dem Ende des Kalendermonates, in dem die Tätigkeit verrichtet wurde, zu erstatten (verbindliche Regelung der Mustersatzungen). Diese Meldung gilt gleichzeitig auch als Abmeldung.

Die einzelnen Tage der Beschäftigungsaufnahme können zusammenfasst und mittels eines einzigen Vorganges gemeldet werden. Eine Vorausmeldung für längere Zeitstrecken (max. jedoch sechs aufeinander folgende Tage) wird durch die Mindestangaben-Anmeldung unterstützt.

Die Anmeldung, Abmeldung sowie kombinierte An- und Abmeldung umfasst auch die Bereiche der Unfall-, Pensions- und Arbeitslosenversicherung - sofern der Beschäftigte in diesen Zweigen pflichtversichert ist.


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Änderungsmeldungen


Während des Bestandes der Pflichtversicherung ist vom Dienstgeber jede für diese Versicherung bedeutsame Änderung innerhalb von sieben Tagen dem zuständigen Krankenversicherungsträger zu melden (z.B. Änderung der Beitragsgrundlage, Unterbrechung und Wiedereintritt des Entgeltanspruches etc.).

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Familienhospizkarenz: An-, Ab- und Änderungsmeldung

Die Meldefrist beträgt sieben Tage nach der Inanspruchnahme, Änderung oder Verlängerung der Familienhospizkarenz.

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Schwerarbeitsmeldung

Die Meldung ist jeweils bis Ende Februar des Kalenderjahres, das der Verrichtung von Schwerarbeitstätigkeiten folgt, an den jeweils zuständigen Krankenversicherungsträger zu erstatten.

Keine Meldepflicht besteht bei:
· einer Tätigkeit nach § 1 Abs. 1 Z 3 der Schwerarbeitsverordnung, da die Feststellung des Vorliegens einer Minderung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 10 % als kausale Folge dieser Tätigkeit erst im Nachhinein möglich ist und
· bei geringfügiger Beschäftigung.
· Weiters entfällt die Meldepflicht, solange der Dienstgeberin/dem Dienstgeber keine Informationen zu Personen im Sinne des § 1 Abs. 1 Z 6 der Schwerarbeitsverordnung vorliegen, die Schwerarbeit im Sinne der Schwerarbeitsverordnung leisten. Sofern diese Informationen der Dienstgeberin/dem Dienstgeber vorliegen, ist für diese Personen eine Schwerarbeitsmeldung möglich.

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Beitragsnachweisung

Die Frist für die Vorlage der Beitragsnachweisungen endet mit dem 15. des Folgemonates.

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Lohnzettel und Beitragsgrundlagennachweis

Der in den Lohnzettel integrierte Beitragsgrundlagennachweis ist elektronisch bis spätestens Ende Februar des folgenden Kalenderjahres zu erstatten. Papierlohnzettel (L16) sind bis spätestens Ende Jänner des Folgejahres ausnahmslos dem zuständigen Betriebsstättenfinanzamt vorzulegen (diese Form der Übermittlung darf aber nur dann gewählt werden, wenn kein PC vorhanden ist und der Dienstgeber sich auch nicht der elektronischen Einrichtungen eines Bevollmächtigten bedient).

Bei jedem unterjährigen Ende eines Beschäftigungsverhältnisses ist bis zum Ende des Folgemonates ein Lohnzettel zu übermitteln.

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Meldefristen nur für Vorschreibebetriebe

Lohn- und Gehaltsänderungsmeldung
Die Meldefrist für Entgeltänderungen beträgt sieben Tage nach dem Ende des Kalendermonats, in dem die Entgeltänderung
· entweder fällig war
· oder bereits vor dem Fälligkeitstermin ausgezahlt wurde.

Sonderzahlungsmeldung
Die Meldefrist für Sonderzahlungen beträgt sieben Tage nach dem Ende des Kalendermonats, in dem die Sonderzahlung
· entweder fällig war
· oder bereits vor dem Fälligkeitstermin ausgezahlt wurde.

Meldung zum verminderten Arbeitslosenversicherungsbeitrag bei geringem Einkommen
Die Meldefrist für die Meldung zum verminderten Arbeitslosenversicherungsbeitrag bei geringem Einkommen durch Vorschreibebetriebe beträgt sieben Tage nach dem Ende des Kalendermonats, in dem die verminderten Arbeitslosenversicherungsbeiträge fällig wurden.

Meldung zum BV-Beitrag
Die Meldefrist für die Meldung zum Beitrag zur Betrieblichen Vorsorge (BV-Beitrag) durch Vorschreibebetriebe beträgt sieben Tage nach dem Ende des Kalendermonats, in dem die BV-Beiträge fällig wurden.

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Meldung des Service-Entgelts (Gebühr für die e-card)

Das Ende der Meldefrist für die Meldung des Service-Entgelts durch Vorschreibebetriebe ist mit dem 7. Dezember festgesetzt, der auf die jährliche Fälligkeit der Service-Entgelte am 15. November folgt.

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Bestätigung für den Versicherten


Eine Abschrift der bestätigten Anmeldung, Abmeldung sowie An- und Abmeldung ist unverzüglich an den jeweiligen Dienstnehmer weiterzugeben. Änderungsmeldungen sind dem Versicherten lediglich dann zu übergeben, wenn es zu einem Wechsel zwischen Vollversicherung und Teilversicherung in der Unfallversicherung kommt.

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Strafbestimmungen


Werden die Meldefristen nicht eingehalten, können Beitragszuschläge, Ordnungsbeiträge oder Verzugszinsen angelastet werden.

Zuletzt aktualisiert am 21. Januar 2016