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Spitalsaufenthalt


Allgemeines

Wenn es die Art und Schwere einer Krankheit erfordern, übernimmt die Kasse die Kosten für einen Spitalsaufenthalt in der allgemeinen Gebührenklasse einer landesfondsfinanzierten Krankenanstalt (z.B. einem Landeskrankenhaus). Für die Aufnahme ist eine Einweisung des behandelnden Arztes oder einer Krankenhausambulanz erforderlich.

Wird nicht die nächstgelegene geeignete Krankenanstalt in Anspruch genommen, kann es zu Kosten kommen, die zu Lasten des Versicherten gehen. Damit sind vor allem Transportkosten gemeint, die die Krankenkasse nur bis zur nächstgelegenen geeigneten Krankenanstalt übernimmt.

Vor dem Spitalsantritt ist in folgenden Fällen eine chefärztliche Genehmigung einzuholen:

  • Einweisungen durch einen Wahlarzt (Privatarzt)
  • geplante Behandlung in einem ausländischen Krankenhaus

Für privat bezahlte Pflegegebühren (Aufenthalt in Krankenhäusern ohne Vertrag oder im Ausland) werden pro Pflegetag  vergütet, jedoch nicht mehr als die tatsächlichen Kosten, wenn der stationäre Aufenthalt notwendig war.

Zuzahlungen zu den Spitalskosten


Dabei handelt es sich um einen Verpflegskostenbeitrag, der vom Versicherten pro Aufenthaltstag für maximal 28 Tage im Jahr bezahlt werden muss. Personen, die von der Entrichtung der Rezeptgebühr befreit sind, müssen diesen Kostenbeitrag nicht bezahlen.

Bei mitversicherten Angehörigen entfällt dieser Verpflegskostenbeitrag. Sie müssen aber eine 10-prozentige Zuzahlung zu den Pflegegebühren leisten. Auch diese Zuzahlung ist für höchstens 28 Tage im Kalenderjahr zu entrichten. Ab dem 29. Tag trägt die Krankenkasse die Kosten des Krankenhausaufenthaltes zur Gänze. Alle Zuzahlungen werden direkt vom Krankenhaus eingehoben. Seit der Einführung der leistungsorientierten Krankenhausfinanzierung (LKF) erfolgt die Abrechnung der Kasse mit den Krankenhäusern nicht mehr nach Aufenthaltstagen, sondern nach diagnoseorientierten Pauschalbeträgen.

Bitte beachten Sie auch, dass es sich hierbei ausschließlich um eine Zahlung an das jeweilige Spital handelt, die in keinem Zusammenhang mit der BGKK steht!

Im Falle der Notwendigkeit einer Organtransplantation übernimmt die Kasse auch die notwendigen Anmelde- und Registrierungskosten.

Sonderklassen

Die entstehenden Mehrkosten für die Unterbringung in einer Sonderklasse können von der BGKK nicht bezahlt werden. Informieren Sie sich daher schon vor dem Spitalsaufenthalt mit welchen Kosten Sie zu rechnen haben bzw. welche Leistungen durch eine allenfalls vorhandene private Zusatzversicherung gedeckt sind.

Zuletzt aktualisiert am 27. Januar 2016