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Familienzeitbonus


Erwerbstätige Väter, die sich unmittelbar nach der Geburt ihres Kindes intensiv und ausschließlich ihrer Familie widmen möchten und zu diesem Zweck ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen, können einen Familienzeitbonus („Papamonat“) in Höhe von täglich € 22,60 für die Dauer dieser Familienzeit beantragen.

Die Unterbrechung der Erwerbstätigkeit muss im Einvernehmen mit dem/der Arbeitgeber/in erfolgen. Darauf besteht grundsätzlich kein Rechtsanspruch. Diese neue Leistung kann im Ausmaß von mind. 28 bis maximal 31 Tagen in Anspruch genommen werden und wird auf ein allfälliges später vom Vater bezogenes Kinderbetreuungsgeld angerechnet. Auf die Bezugstage hat dies keinen Einfluss

Voraussetzungen für den Anspruch auf Familienzeitbonus sind

 

  • Anspruch und Bezug der Familienbeihilfe für das Kind
  • Lebensmittelpunkt von Vater, Kind und anderem Elternteil in Österreich
  • Ein dauerhafter gemeinsamer Haushalt mit dem Kind und dem anderen Elternteil sowie idente Hauptwohnsitzmeldungen
  • Inanspruchnahme der Familienzeit
  • Erfüllung des Erfordernisses einer in den letzten 182 Tagen vor Bezugsbeginn durch­gehenden, kranken- und pensionsversicherungspflichtigen Erwerbstätigkeit in Österreich
  • Für Nicht-Österreicher/innen zusätzlich ein rechtmäßiger Aufenthalt in Österreich (NAG-Karte) bzw. die Erfüllung bestimmter asylrechtlicher Voraussetzungen von Kind, Vater und anderem Elternteil

Als Familienzeit ist z. B. ein Sonderurlaub gegen Entfall der Bezüge oder der Antritt einer Frühkarenz im öffentlichen Dienst zu verstehen. Für die Zeiten von Gebührenurlaub bzw. Krankenstand gebührt kein Familienzeitbonus, weil es sich dabei um keine Unterbrechungen der Erwerbstätigkeit handelt.


Wichtig: Familienzeit und der Bezug von Familienzeitbonus müssen sich exakt decken!

Auch selbständige Erwerbstätige können Familienzeit in Anspruch nehmen, wenn sie ihre Tätigkeit ebenfalls unterbrechen (z. B. durch Ruhendmeldung des Gewerbes).

 

Der Antrag auf Familienzeitbonus muss mittels eigenen Antragsformulars binnen 91 Tagen ab der Geburt des Kindes beim zuständigen Krankenversicherungsträger gestellt werden. Die bei der Antragstellung festgelegte Anspruchsdauer ist verbindlich.


Zuletzt aktualisiert am 07. März 2017