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Zwei Systeme: Kinderbetreuungsgeld-Konto oder einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld stehen zur Auswahl


Die Wahl des Systems (und innerhalb des Kinderbetreuungsgeld-Kontos die Wahl der Anspruchsdauer/Variante) ist bei der erstmaligen Antragstellung zu treffen und bindet auch den zweiten Elternteil. Das heißt, Eltern müssen sich gemeinsam für eines der beiden Systeme entscheiden. Eine Änderung des Systems ist ausnahmslos nur binnen 14 Tagen ab erstmaliger Antragstellung möglich!


Eine weitere Neuerung bei der Antragstellung ist die verpflichtende Beibringung der Nachweise über die ersten sechs Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen (das sind fünf Untersuchungen der Mutter in der Schwangerschaft, sowie die erste Untersuchung des Kindes). Anders als bisher sind die Nachweise ausschließlich in Kopie ausreichend. Die weiteren Nachweise müssen bis spätestens zur Vollendung des 15. Lebensmonates des Kindes erbracht werden; ansonsten kommt es zu einer Kürzung des Kinderbetreuungsgeldes in Höhe von insgesamt € 1.300,00 pro beziehendem Elternteil. Die Nachweise müssen bis spätestens zur Vollendung des 18. Lebensmonates des Kindes nachgereicht werden (Nachfrist). Werden diese zu einem späteren Zeitpunkt eingebracht, können sie nicht mehr berücksichtigt werden -  die  Untersuchungen gelten als nicht durchgeführt und die Nach­weise als nicht erbracht.

 

Als Entscheidungshilfe für die Wahl des für Sie optimalen Systems bzw. der für Sie optimalen Anspruchsdauer innerhalb des Kinderbetreuungsgeld-Kontos steht Ihnen der Kinderbetreuungs-Online-Rechner des Bundesministeriums für Familien und Jugend unter folgendem Link zur Verfügung:

linkKinderbetreuungsgeldrechner


Kinderbetreuungsgeld - Konto

Einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld

Das einkommensabhängige Kinderbetreuungs­geld steht auch weiterhin – mit Anpassungen – zur Auswahl.

Höhe und Anspruchsdauer

Die Bezugsdauer des Kinderbetreuungsgeldes als Konto kann innerhalb eines vorgegebenen Rahmens flexibel gewählt werden. 


Grundvariante bei Inanspruchnahme durch einen Elternteil: 365 Tage ab Geburt des Kindes

beide Elternteile: 456 Tage ab Geburt des Kindes Tagesbetrag € 33,88

 

Längste Variante bei Inanspruchnahme durch einen Elternteil: 851 Tage ab Geburt des Kindes

beide Elternteile: 1063 Tage ab Geburt des Kindes Tagesbetrag € 14,53

Je länger man bezieht, desto geringer ist der Tagesbetrag. Die Höhe der Leistung ergibt sich also aus der jeweils gewählten Leistungsdauer. 

20 % (in der kürzesten Variante sind das 91 Tage) von dem gesamten, pro Kind zustehenden Betrag, sind dem 2. Elternteil unübertragbar vor­be­halten. 

Bei Mehrlingsgeburten wird der gewählte Tages­betrag um jeweils 50 % für das zweite und jedes weitere Mehrlingskind erhöht.

Höhe und Anspruchsdauer

Auch beim einkommensabhängigen Kinderbe­treu­ungs­geld erfolgt die Umstellung auf das Tage­prinzip:


Anspruch bei Inanspruchnahme durch einen Elternteil: max. 365 Tage ab Geburt des Kindes beide Elternteile: 426 Tage ab Geburt des Kindes

Höhe max. € 66,00 täglich


Die Erwerbstätigkeit in den 182 Kalendertagen unmittelbar vor der Geburt des Kindes bzw. vor dem Mutterschutz muss durchgehend, in Österreich, sowie kranken- und pensionsversi­che­rungs­pflich­tig sein.

Basis für die von der Krankenkasse durchge­führten „Günstigkeitsrechnung“ sind ausschließ­lich die Einkünfte aus dem letzten Kalenderjahr vor der Geburt des Kindes.


20 % (das sind 61 Tage) des gesamten zur Verfügung stehenden Betrages pro Kind sind dem 2. Elternteil unübertragbar vorbehalten.


 Kein „Mehrlingszuschlag"!


Zuverdienstgrenze

€ 16.200,00 oder der höhere individuelle Grenzbetrag nach § 8b KBGG


Zuverdienstgrenze

€ 6.800,00

Wechsel

Ein Wechsel im Kinderbetreuungsgeldbezug kann grundsätzlich nur zweimal erfolgen, wobei ein Elternteil mindestens 61 Tage (=“2-Monatsblock“) Kinderbetreuungsgeld tatsächlich beziehen muss.

Gleichzeitiger Bezug

Neu ist die Möglichkeit, dass beide Elternteile - im Rahmen des erstmaligen Wechsels - für die Dauer von bis zu 31 Tagen gleichzeitig Kinderbetreuungsgeld beziehen können. Dadurch reduziert sich aber die Gesamtanspruchsdauer um diese Tage!

Zuletzt aktualisiert am 11. Oktober 2017