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Selbstversicherung in der Krankenversicherung bei Pflege eines behinderten Kindes gemäß § 16/2a ASVG


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Personenkreis

Personen, die sich der Pflege eines im gemeinsamen Haushalt lebenden behinderten Kindes widmen und die Voraussetzungen des
§ 18a Abs. 1 und 3 ASVG erfüllen, können sich bei sozialer Schutzbedürftigkeit auf Antrag selbstversichern, sofern sie nicht in der Krankenversicherung pflichtversichert und nicht anspruchsberechtigte Angehörige einer in der Krankenversicherung pflichtversicherten Person sind.

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Gültigkeit

Die Bestimmung ist am 1. Jänner 2013 in Kraft getreten.

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Rechtsgrundlage

Bundesgesetzblatt – BGBl. I Nr. 3/2013, ausgegeben am 10. Jänner 2013

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Beitragszahlung

Die Beiträge in der Höhe von monatlich EUR 51,55 werden zur Gänze aus Mitteln des Ausgleichsfonds für Familienbeihilfen beglichen.

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Antragstellung

Die Antragstellung erfolgt ausschließlich durch die Pflegeperson, vorerst mit dem Antragsformular § 16/1 ASVG (in weiterer Folge wird ein eigenes bundeseinheitliches Antragsformular aufgelegt). Bitte führen Sie am Antrag unbedingt den Hinweis an, dass es sich um die Pflege eines behinderten Kindes handelt.

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Voraussetzung und Unterlagen

Als Voraussetzung zur Durchführung dieser Selbstversicherung in der Krankenversicherung gilt grundsätzlich eine Selbstversicherung in der Pensionsversicherung gem. § 18a ASVG.
Sind seitens der Pensionsversicherungsanstalt noch keine Daten gespeichert, legen Sie bitte folgende Unterlagen vor:

  • Geburtsurkunde der Pflegeperson und des zu pflegenden Kindes,
  • Meldezettel der Pflegeperson und des zu pflegenden Kindes,
  • Bestätigung vom Finanzamt über die erhöhte Familienbeihilfe,
  • Unterlagen über eine allfällige Befreiung von der Schulpflicht,
  • Nachweis über die Pflegestufe.

Bezüglich Versicherungsbeginn, Wartezeit und Sperrfrist gelten grundsätzlich die gleichen Bestimmungen wie bei der Selbstversicherung gem. § 16/1 ASVG.

Zuletzt aktualisiert am 27. Januar 2016