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Netzwerk Kind


Ziel und Nutzen von Frühen Hilfen



Baby_in_Haenden_gehalten.png Familien brauchen Unterstützung, damit sie ihren Kindern gute Rahmenbedingungen für das Aufwachsen bereitstellen können – sei es durch soziale Netzwerke (Familie, Freunde, Nachbarn, Bekannte etc.) oder durch Unterstützung und Hilfe von Fachleuten und Institutionen. Dies gilt insbesondere für Familien in belastenden Situationen. Hier setzen Frühe Hilfen an.  Frühe Hilfen werden auf regionaler und lokaler Ebene etabliert, sind multiprofessionell zusammengesetzt und unterstützen Eltern und Kinder in der frühen Kindheit.

Frühe Hilfen zielen darauf ab, allen Kindern gesundes Aufwachsen zu ermöglichen. Frühe Hilfen helfen vor allem Familien mit höheren Belastungen und ermöglichen damit gleiche soziale und gesundheitliche Chancen für alle Familien und Kinder. Früh erkannt und rechtzeitig gegengesteuert kann individuelles Leid effizient vermindert und enorme Kosten im Gesundheits- und Sozialwesen eingespart werden. Frühe Hilfen sind in anderen Ländern oder einzelnen Regionen seit Jahren erfolgreich etabliert und haben einen sehr hohen „Return on investment“.

Umsetzung im Burgenland

Im Burgenland sind zwei regionale Frühe-Hilfen-Netzwerke das „Netzwerk Kind Burgenland“ aufgebaut. Seit Herbst 2015 ist das Netzwerk Nord in den Bezirken Neusiedl, Eisenstadt-Umgebung, Mattersburg und Oberpullendorf etabliert. Die Umsetzung im Netzwerk Süd in den Bezirken Oberwart, Güssing und Jennersdorf startete mit 1. Mai 2016.

Die Netzwerke dienen der bedarfsgerechten Unterstützung von Familien in belastenden Situationen (indiziertes Angebot). Kern ist ein regionales Netzwerk, das als multiprofessionelles Unterstützungssystem mit koordinierten vielfältigen Angeboten für Eltern und Kinder in der Lebensphase der frühen Kindheit fungiert. Bezüglich der funktionierenden Vernetzung braucht es die Aufgabe des Netzwerk-Managements mit Verantwortung für den Aufbau der Kooperationen sowie für die kontinuierliche Pflege des Netzwerks. Das Zentrum der vertiefenden Unterstützung stellt die Familienbegleitung über einen längeren Zeitraum in Kooperation mit einer Vielfalt von vernetzten Angeboten, die bedarfsorientiert eingesetzt werden, dar. Maßnahmen zur Vernetzung von Angeboten, niederschwelliger Zugang durch aufsuchende Angebote und die Stärkung der Familien zur Selbsthilfe sind zentrale Eckpunkte von Frühe-Hilfen-Netzwerken.

Das Netzwerk Kind wendet sich an Schwangere, Eltern und Familien mit Kindern im Alter zwischen 0 und 3 Jahren in belastenden Lebenssituationen:

  • Unsicherheiten im Umgang mit dem Kind oder Überforderung
  • Psychosozialen Belastungen wie fehlendes soziales Netz, existenzielle Sorgen etc.
  • Psychische Erkrankungen wie Ängste, Sucht oder Depression etc.
  • Kinder mit Entwicklungsrisiken
  • Sehr frühe oder sehr späte Elternschaft
  • Beziehungskonflikte und Gewalterfahrungen

Was passiert konkret im Rahmen des Angebots?

Am Beginn steht der persönliche Erstkontakt durch die Familienbegleiter/innen mit der Familie, der einer gelingenden Beziehungsaufnahme und der Abklärung der familiären und persönlichen Situation (Ressourcen wie Belastungen) dient. Der Kontakt zu den Familien erfolgt aktiv und bedarfsgerecht, Frequenz und Gestaltung werden an Situation und Wunsch der Familien angepasst. Neben der Betreuung durch die Familienbegleitung werden Angebote aus dem Netzwerk vermittelt. 


Fakten zum Projekt:

Projektträger: Land Burgenland und Burgenländische Gebietskrankenkasse

Finanziert aus den Vorsorgemitteln der Bundesgesundheitsagentur

Operative Umsetzung:

    Netzwerkmanagement: Burgenländische Gebietskrankenkasse

    Familienbegleitung: Volkshilfe Burgenland

Start: Oktober 2015 im Netzwerk Nord; Mai 2016 im Netzwerk Süd

Kontakt zu Projektverantwortlichen:

BGKK:

    Irene Ederer: 02682/608-1710, netzwerkkind@bgkk.at

    Servicestelle Netzwerk Kind: Hotline 02682-608-5700

Land Burgenland:

    Karina Wapp, M.A. (derzeit in Karenz): 057/600-2768, netzwerkkind@bgld.gv.at

    Yvonne Grafl: 057-600/2980, yvonne.grafl@bgld.gv.at, post.a6-gesundheit@bgld.gv.at

    WHRin Drin Claudia Krischka: 057-600/2681, claudia.krischka@bgld.gv.at, post.a6-gesundheit@bgld.gv.at

 

Zuletzt aktualisiert am 03. April 2018