Schwangere mit Söckchen Nach den Bestimmungen des Mutterschutzgesetzes dürfen werdende Mütter ab dem Beginn der achten Woche vor dem voraussichtlichen Entbindungstag nicht mehr beschäftigt werden. Um in dieser Zeit keinen finanziellen Schaden zu erleiden, erhalten Sie von uns ein Wochengeld, das den entfallenden Nettolohn grundsätzlich zur Gänze ersetzt.

Ausnahme:
Selbstversicherte bei geringfügiger Beschäftigung erhalten als Wochengeld einen fixen Betrag.

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Wie lange kann Wochengeld bezogen werden?

Weiblichen Versicherten gebührt für die Dauer von acht Wochen vor der voraussichtlichen Entbindung, für den Tag der Entbindung und für die ersten acht Wochen nach der Entbindung Wochengeld. Mütter nach Früh- oder Mehrlingsgeburten sowie nach Kaiserschnittentbindungen erhalten das Wochengeld nach der Entbindung für die Höchstdauer von zwölf Wochen. Über diese Zeiträume hinaus gebührt allen Dienstnehmerinnen Wochengeld dann, wenn der Arbeitsinspektionsarzt bzw. der Amtsarzt  feststellt, dass bei Fortdauer oder Aufnahme einer Beschäftigung das Leben der Mutter und/ oder des Kindes gefährdet ist ("vorzeitiger Mutterschutz"; seit 1. Jänner 2008 auch für Dienstnehmerinnen, deren Beschäftigungsverhältnis auf einem freien Dienstvertrag beruht). Diese Regelung gilt auch für alle Bezieherinnen einer Leistung nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz (AlVG), nach dem Karenzgeldgesetz (KGG) oder nach dem Kinderbetreuungsgeldgesetz (KBGG).

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Höhe und Berechnung des Wochengeldes

Für alle Pflichtversicherten sowie Dienstnehmerinnen, die auf Grund mehrerer geringfügiger Beschäftigungen, deren Summe die Geringfügigkeitsgrenze übersteigt, oder Beschäftigte, die neben einer Vollversicherung auch eine oder mehrere geringfügige Beschäftigungen ausüben, soll das Wochengeld das entfallende Entgelt voll ersetzen. Aus diesem Grund wird es vom durchschnittlichen Nettobezug der letzten drei Kalendermonate vor Eintritt des Versicherungsfalles der Mutterschaft berechnet.

Die Sonderzahlungen werden anteilsmäßig berücksichtigt und erhöhen so das Wochengeld um 14 %, 17 % oder 21 %.

Bezieherinnen von Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe erhalten ein Wochengeld in der Höhe der um 80% erhöhten zuletzt bezogenen Leistung.
Bezieherinnen von Kinderbetreuungsgeld nach einer Pauschalvariante erhalten ein tägliches Wochengeld in Höhe von € 26,15.

Wenn der Versicherungsfall der Mutterschaft nach dem 28. Feber 2017 und innerhalb eines laufended Bezuges von Kinderbetreuungsgeld eintritt, erhalten Bezieherinnen von Kinderbeteuungsgeld nach einer Pauschalvaraiante ein Wochengeld in der Höhe des täglich gebührenden Kinderbetreuungsgeldes.


Bezieherinnen eines einkommenabhängigen Kinderbetreuungsgeldes erhalten ein Wochengeld in der Höhe des um 25% erhöhten Kinderbetreuungsgeldes als Ersatz des Erwerbseinkommens.


Durch die neue gesetzliche Bestimmung besteht für Mütter kein Anspruch auf Wochengeld, wenn der Versicherungsfall der Mutterschaft bei der neuerlichen Schwangerschaft nach dem Ende des Bezuges von Kinderbetreuungsgeld eintritt; auch dann nicht, wenn der Eintritt der Schwangerschaft in den Zeitraum des Kinderbetreuungsgeldbezuges fällt und Sie sich noch im gesetzlichen Karenzur­laub befinden.



Selbstversicherten mit geringfügiger Beschäftigung gebührt generell ein tägliches Wochengeld in Höhe EUR 8,98.

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Antrag

Das Wochengeld muss beantragt werden . Die Arbeits- und Entgeltbestätigung für Wochengeld ist vom Arzt bezüglich des voraussichtlichen Entbindungstages, vom Dienstgeber in Bezug auf die Höhe des Arbeitsverdienstes usw. auszufertigen und gemeinsam mit einer eventuell notwendigen amtsärztlichen Bestätigung von der Antragstellerin am Beginn der Achtwochenfrist an die Krankenkasse zu übersenden.

linkArbeits- und Entgeltbestätigung Wochengeld (280.3 KB)

Zuletzt aktualisiert am 07. März 2017